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E-Book-Vertrieb · Shops, Direktverkauf & Reichweite

E-Book verkaufen: So baust du Vertrieb, Preis und Reichweite auf

Das Manuskript ist fertig, das Cover steht und deine EPUB-Datei funktioniert. Damit ist aber erst das Produkt fertig – noch nicht der Verkauf.

Jetzt musst du entscheiden, wo dein E-Book angeboten wird, wie viel es kostet, wie Leser es entdecken und warum sie sich genau für dein Buch entscheiden sollen.

Wie kann man ein eigenes E-Book verkaufen?

Grundsätzlich gibt es zwei Wege:

Du kannst dein E-Book über bestehende Buchplattformen und Shops verkaufen oder einen eigenen Direktverkauf aufbauen.

Beide Modelle haben Vorteile. Sie schließen sich nicht grundsätzlich gegenseitig aus – solange du keine Exklusivvereinbarung gewählt hast.

Buchhandel

Über E-Book-Shops verkaufen

Beispiele sind Amazon Kindle, die über tolino media angebundenen Vertriebspartner oder Google Play Books.

Vorteil: Kunden kennen bereits Shop, Konto und Lesesystem.

Direktverkauf

Über die eigene Website verkaufen

Du präsentierst das E-Book auf deiner Website und leitest Käufer in einen Checkout.

Anschließend wird die Datei beziehungsweise der Zugang ausgeliefert.

Die wichtige Frage lautet nicht: „Welcher Vertriebskanal ist der beste?“
Sondern: „Wo erreicht mein konkretes Buch seine potenziellen Leser am sinnvollsten?“

Falls dein E-Book noch nicht fertig ist, beginne zuerst mit E-Book erstellen .

Wo kann man ein E-Book verkaufen?

Amazon

Amazon Kindle Direct Publishing

Über Amazon KDP kannst du dein E-Book selbst im Kindle-Shop veröffentlichen.

Amazon bietet unterschiedliche Tantiemenmodelle. Für die 70-%-Option gelten unter anderem Preis- und Länderbedingungen.

Besonderheit: Optional kann ein Kindle-E-Book bei KDP Select angemeldet werden. Dann gelten Exklusivitätsbedingungen.
Deutschsprachiger Buchhandel

tolino media

tolino media ist eine Selfpublishing-Plattform für E-Books, Hörbücher und Printbücher.

Die Plattform verteilt E-Books an angeschlossene Vertriebspartner beziehungsweise Handelspartner.

Technisch: E-Books werden als EPUB an den Handel ausgeliefert.
Google

Google Play Books

Über das Google-Play-Bücher-Partnercenter können Autoren und Verlage E-Books direkt für Google Play bereitstellen.

EPUB und PDF werden unterstützt.

Vertrieb: Google übernimmt Hosting und Verkauf über Google Play.
Eigene Website

Direktverkauf

Du kannst ein E-Book auch wie jedes andere digitale Produkt verkaufen.

Die eigene Website übernimmt Information und Positionierung; Checkout und Auslieferung können über einen spezialisierten Anbieter laufen.

Vorteil: Du bist nicht allein von einem Buchshop abhängig.

Vertriebswege im Vergleich

Vertriebsweg Bestehender Shop Eigene Salespage Eigener Traffic sinnvoll? Besonderheit
Amazon KDP ja nicht erforderlich ja optional KDP Select
tolino media Vertriebspartner nicht erforderlich ja breiter Buchhandelsvertrieb
Google Play Books ja nicht erforderlich ja Google-Ökosystem
Eigener Direktverkauf nein meist sinnvoll ja hohe Kontrolle über Angebot
Verfügbarkeit, Bedingungen, Vergütung und technische Anforderungen können sich ändern. Prüfe deshalb vor Veröffentlichung immer die aktuellen Konditionen der jeweiligen Plattform.

E-Book in 10 Schritten verkaufen

1

Zielgruppe noch einmal schärfen

Die Zielgruppe beeinflusst nicht nur dein Manuskript, sondern auch Vertrieb und Vermarktung.

Frage:

  • Wo suchen diese Leser nach Büchern?
  • Welche Suchbegriffe verwenden sie?
  • Welche Probleme oder Interessen verbinden sie?
  • Wie entdecken sie neue Titel?
2

Vertriebsstrategie festlegen

Entscheide, ob du:

  • auf einen großen Shop fokussierst,
  • mehrere Buchshops bedienen möchtest,
  • direkt über deine Website verkaufst oder
  • mehrere Wege kombinierst.

Prüfe dabei mögliche Exklusivitätsbedingungen.

3

Preis festlegen

Berücksichtige:

  • Zielgruppe,
  • Genre beziehungsweise Thema,
  • vergleichbare Bücher,
  • Umfang und Nutzen,
  • Plattformbedingungen und
  • deine gesamte Produktstrategie.
4

Metadaten vorbereiten

Schreibe nicht erst während des Uploads spontan deine Buchbeschreibung.

Bereite vor:

  • Titel,
  • Untertitel,
  • Autorenname,
  • Beschreibung,
  • Kategorien beziehungsweise Genre,
  • relevante Keywords, sofern angeboten.
5

Datei und Cover hochladen

Verwende die für die jeweilige Plattform vorgesehenen Formate.

Prüfe besonders:

  • EPUB-Darstellung,
  • Coverformat,
  • Inhaltsverzeichnis,
  • Links,
  • Metadaten.
6

Produktseite kontrollieren

Frage dich:

Würde jemand, der dich noch nicht kennt, allein anhand von Cover, Titel und Beschreibung verstehen, was ihn erwartet?

7

Veröffentlichung vorbereiten

Plane nicht nur den Tag, an dem das Buch online geht.

Bereite auch deine eigenen Inhalte, Links und gegebenenfalls Partner rechtzeitig vor.

8

Relevante Besucher gewinnen

Mögliche Quellen sind:

  • Google-Suche,
  • Amazon- beziehungsweise Shop-Suche,
  • eigene Website,
  • Affiliate-Partner,
  • Video-Content,
  • Social Media,
  • Communities.
9

Verkäufe und Reichweite beobachten

Prüfe, was deine Plattform tatsächlich an Daten bereitstellt.

Im Direktverkauf kannst du zusätzlich den Weg von Website-Besucher bis zum Checkout analysieren.

10

Gezielt optimieren

Ändere nicht gleichzeitig Cover, Titel, Preis, Beschreibung und Marketingstrategie.

Suche zuerst den wahrscheinlichsten Engpass.

Exklusiv verkaufen oder möglichst breit vertreiben?

Eine der wichtigsten Entscheidungen betrifft die Reichweite deines E-Books.

1

Fokus auf einen Shop

Weniger Plattformen bedeuten weniger Verwaltungsaufwand.

Dafür entsteht stärkere Abhängigkeit.

2

Breiter Vertrieb

Mehrere Shops können unterschiedliche Lesergruppen und Ökosysteme erreichen.

3

Direktverkauf ergänzen

Die eigene Website kann einen zusätzlichen unabhängigen Vertriebsweg schaffen.

Breiter Vertrieb ist nicht automatisch besser. Wenn 95 Prozent deiner Zielgruppe über einen bestimmten Kanal erreichbar sind, kann Fokus sinnvoll sein. Umgekehrt solltest du Exklusivität nicht unbewusst akzeptieren.

KDP Select: Wichtig, wenn du auch anderswo verkaufen möchtest

Amazon KDP selbst bedeutet nicht automatisch, dass dein E-Book exklusiv bei Amazon erscheinen muss.

Eine wichtige Ausnahme ist die freiwillige Teilnahme an KDP Select.

Dabei wird das Kindle-E-Book unter anderem in Kindle Unlimited eingebunden. Im Gegenzug gelten Exklusivitätsbedingungen für die digitale Ausgabe.

KDP Select

Digitale Exklusivität

Während des Teilnahmezeitraums muss die digitale Ausgabe grundsätzlich exklusiv über den Kindle-Shop angeboten werden.

Das betrifft beispielsweise auch den eigenen Direktverkauf derselben digitalen Ausgabe.

Ohne Select

Breiter Vertrieb möglich

Ohne diese freiwillige Exklusivitätsvereinbarung kannst du deine Strategie breiter aufstellen, sofern keine anderen Verträge dagegen sprechen.

KDP Select läuft in 90-Tage-Zeiträumen. Prüfe deshalb vor der Anmeldung, ob du dein E-Book gleichzeitig über tolino, Google Play, deine eigene Website oder andere digitale Kanäle anbieten möchtest.

Metadaten verkaufen dein E-Book mit

Ein Leser sieht dein gesamtes Buch nicht vor dem Kauf.

Er sieht zunächst eine begrenzte Auswahl an Signalen.

Cover

Visueller Ersteindruck

Genre, Thema und Positionierung sollten möglichst schnell erkennbar sein.

Titel

Klare Erwartung

Der Titel sollte zum Inhalt und zur Zielgruppe passen.

Untertitel

Zusätzliche Einordnung

Bei Sachbüchern kann ein Untertitel Nutzen und Thema konkretisieren.

Beschreibung

Kaufentscheidung

Die Beschreibung sollte nicht nur das Inhaltsverzeichnis nacherzählen.

Kategorie

Einordnung

Ordne dein E-Book dort ein, wo die passenden Leser suchen.

Autor

Vertrauen

Autorenname und gegebenenfalls Autorenprofil sollten konsistent sein.

Metadaten sind kein Trick. Sie sollen Shops und Lesern möglichst präzise erklären, was dein Buch ist – nicht möglichst viele beliebte Begriffe enthalten.
Buchauswahl als Symbol für die Positionierung und Vermarktung eines E-Books
Im digitalen Buchhandel konkurriert ein Titel nicht nur über Inhalt, sondern zunächst über Cover, Titel, Beschreibung und Positionierung. Foto: Unsplash

Wie viel sollte ein E-Book kosten?

Es gibt keinen Preis, der für alle E-Books richtig ist.

Genre und Markt Ein Roman wird anders wahrgenommen als ein spezialisierter B2B-Ratgeber.
Zielgruppe Kaufkraft und Nutzen unterscheiden sich zwischen Zielgruppen.
Nutzen Ein konkretes Fachproblem kann einen höheren wirtschaftlichen Wert besitzen.
Konkurrenz Vergleichbare Titel liefern Orientierung, aber keinen Pflichtpreis.
Vertrieb Shopmodelle, Tantiemen und Direktverkauf besitzen unterschiedliche Kalkulationen.
Strategie Einstiegstitel, Serienband und Premium-Fachguide können andere Aufgaben besitzen.
Amazon KDP bietet aktuell zwei Tantiemenmodelle mit 35 Prozent beziehungsweise 70 Prozent. Für die 70-%-Option gelten bestimmte Preis- und Länderanforderungen. Diese Grenzen können sich ändern.
Preis deshalb nicht isoliert betrachten. Ein niedrigerer Preis kann mehr Verkäufe ermöglichen, muss aber nicht automatisch mehr Umsatz oder Ertrag erzeugen.

→ Ausführlich: Preise für digitale Produkte festlegen

Die Produktseite: Warum sollte jemand dein E-Book auswählen?

Passendes Cover

Es funktioniert auch als kleines Vorschaubild.

Starker Titel

Thema beziehungsweise Genre sind nachvollziehbar.

Klare Beschreibung

Der Leser versteht, was ihn erwartet.

Passende Kategorie

Das Buch erscheint in einem relevanten Kontext.

Korrekte Metadaten

Titel, Autor und weitere Angaben stimmen überall überein.

Realistische Erwartung

Beschreibung und Cover versprechen kein anderes Buch, als der Käufer tatsächlich erhält.

Gerade bei Sachbüchern sollte die Beschreibung nicht mit übertriebenen Einkommens-, Erfolgs- oder Ergebnisversprechen arbeiten. Ein klarer Nutzen ist stärker als unrealistische Garantie-Sprache.

E-Book über die eigene Website verkaufen

Ein E-Book ist gleichzeitig ein digitales Produkt.

Deshalb kannst du es unabhängig von klassischen Buchshops direkt über deine Website anbieten.

Was du dafür brauchst

  • eine Produkt- beziehungsweise Verkaufsseite,
  • einen Preis,
  • einen Checkout,
  • Zahlungsabwicklung,
  • digitale Auslieferung,
  • rechtlich passende Pflichtinformationen,
  • einen Weg zu relevanten Interessenten.

Der Vorteil: Du kannst das E-Book in ein eigenes Content- und Produktsystem integrieren.

→ Grundlagen: Digitale Produkte verkaufen

Ein einfacher Direktverkauf

SEO-Artikel
E-Book-Salespage
Checkout
Zahlung
Download / Zugang
Direktverkauf bedeutet nicht, dass du alles technisch selbst programmieren musst. Zahlungsabwicklung, Rechnungen und weitere Prozesse können je nach Anbieter ganz oder teilweise übernommen werden.

E-Book über Digistore24 verkaufen

Für digitale Informationsprodukte ist Digistore24 ein möglicher Direktvertriebsweg.

Das Unternehmen arbeitet mit einem Reseller-Modell: Der Vendor stellt das Produkt bereit, Digistore24 verkauft es im eigenen Namen an den Käufer.

Dadurch übernimmt Digistore24 unter anderem Teile von:

  • Zahlungsabwicklung,
  • Rechnungsstellung,
  • Mehrwertsteuerabwicklung gegenüber dem Käufer,
  • Rückgaben und Stornierungen,
  • Bestellsupport.
Das bedeutet nicht, dass für dich keinerlei steuerliche oder unternehmerische Pflichten mehr bestehen. Im Reseller-Modell verkaufst du als Vendor an Digistore24. Deine eigene steuerliche Behandlung dieses B2B-Umsatzes muss zu deiner Situation passen.
Interessant für eigene Fach-E-Books: Über ein entsprechendes Setup lässt sich das Buch direkt aus deinen SEO-Seiten beziehungsweise einer Salespage heraus verkaufen, statt ausschließlich von Buchshop-Suchen abhängig zu sein.

Wie bekommt dein E-Book Leser?

Ein veröffentlichtes Buch erzeugt nicht automatisch Reichweite.

Shop

Shop-Sichtbarkeit

Titel, Kategorien, Buchbeschreibung, Verkäufe und andere plattformspezifische Faktoren beeinflussen die Auffindbarkeit.

Google

SEO

Eigene Inhalte können Menschen erreichen, die bereits nach dem zugrunde liegenden Thema suchen.

Partner

Affiliate-Marketing

Bei geeignetem Vertriebssystem können Partner dein Produkt gegen Provision empfehlen.

Video

YouTube

Besonders bei Sachbüchern lassen sich Inhalte, Methoden oder Beispiele sinnvoll erklären.

Social

Social Media

Funktioniert am besten, wenn die Zielgruppe tatsächlich auf der Plattform aktiv ist.

Empfehlung

Rezensionen & Mundpropaganda

Zufriedene Leser können langfristig zu weiterer Sichtbarkeit beitragen.

Für Affilifuchs ist SEO besonders interessant: Ein guter Ratgeber beantwortet ein Problem kostenlos und kann anschließend auf ein passendes vertiefendes E-Book hinweisen.

→ Mehr dazu: Trafficquellen im Vergleich

Online-Marketing und Analyse zur Vermarktung eines E-Books
Ein E-Book-Verkaufssystem verbindet Produkt, Vertriebsplattform und einen verlässlichen Weg zu passenden Lesern. Foto: Unsplash

Veröffentlichung: Ein einfacher E-Book-Launch

1. Datei final testen
2. Metadaten vorbereiten
3. Upload Shop einrichten
4. Kontrolle Live-Seite prüfen
5. Reichweite relevante Besucher

Vor dem Veröffentlichungstag prüfen

  • Ist die finale Datei wirklich die richtige Version?
  • Stimmt das Cover?
  • Stimmen Titel und Autorenname?
  • Ist die Beschreibung fehlerfrei?
  • Ist der Preis korrekt?
  • Ist das richtige Vertriebsgebiet eingestellt?
  • Sind externe Links zum Buch korrekt?
  • Ist eine eigene Produktseite gegebenenfalls fertig?
Vermeide unnötige künstliche Launch-Hektik. Ein E-Book kann über Monate oder Jahre verkauft werden. Langfristig sind gutes Produkt, passende Positionierung und kontinuierliche Auffindbarkeit wichtiger als ein einzelner Veröffentlichungstag.

Welche Zahlen solltest du beim E-Book-Verkauf beobachten?

Verkäufe Wie viele Exemplare werden tatsächlich verkauft?
Umsatz / Tantiemen Was entsteht wirtschaftlich aus den Verkäufen?
Shop-Verteilung Welcher Vertriebskanal liefert Verkäufe?
Salespage-Besucher Wie viele Menschen erreichen beim Direktverkauf dein konkretes Angebot?
Kaufklicks Wie viele Besucher gehen zum Checkout beziehungsweise Shop?
Conversion Welcher Anteil der geeigneten Besucher kauft tatsächlich?
Rückerstattungen Passen Produktversprechen und Produkt zusammen?
Rezensionen Welche wiederkehrenden positiven oder negativen Punkte nennen Leser?
Preisaktionen Welche Auswirkungen haben Preisänderungen auf Verkauf und Erlös?
Shopdaten und Website-Tracking sind nicht immer identisch. Beim Direktverkauf kannst du einzelne Schritte häufig genauer messen. Bei Marktplätzen bist du stärker auf deren Reporting angewiesen.

→ Grundlagen: Tracking richtig aufbauen .

E-Book verkauft sich nicht? Suche den Engpass

Problem

Kaum Sichtbarkeit

Prüfe Reichweite, Kategorien, relevante Suchbegriffe und externe Besucherquellen.

Problem

Viele Aufrufe, wenig Interesse

Prüfe Cover, Titel, Positionierung und Beschreibung.

Problem

Interesse, aber wenig Käufe

Preis, Vertrauen, Beschreibung oder Zielgruppenpassung können eine Rolle spielen.

Problem

Viele Rückerstattungen

Prüfe, ob Produktbeschreibung und tatsächlicher Inhalt dieselbe Erwartung erzeugen.

Problem

Amazon funktioniert, andere Shops nicht

Entscheide, ob weitere Plattformen strategisch trotzdem sinnvoll sind oder unnötigen Aufwand erzeugen.

Problem

Direktverkauf funktioniert nicht

Prüfe Traffic, Salespage, Kaufbutton, Checkout und technische Auslieferung separat.

12 typische Fehler beim E-Book-Verkauf

1

Nur veröffentlichen und hoffen

Das Buch erhält keinen klaren Weg zu neuen Lesern.

2

Alle Plattformen gleichzeitig nutzen

Zusätzlicher Aufwand entsteht ohne klare Strategie.

3

KDP Select übersehen

Ein E-Book wird parallel angeboten, obwohl digitale Exklusivität vereinbart wurde.

4

Preis willkürlich festlegen

Markt, Zielgruppe und Tantiemenmodell werden ignoriert.

5

Schwaches Cover

Das Buch wirkt in der Shopübersicht austauschbar oder unpassend.

6

Unklare Beschreibung

Leser verstehen nicht, was sie im Buch erwartet.

7

Keyword-Spam in Metadaten

Relevanz wird durch möglichst viele Begriffe ersetzt.

8

Falsche Zielgruppe bewerben

Viel Traffic entsteht, aber kaum Kaufinteresse.

9

Direktverkauf ohne Testkauf

Checkout- und Downloadfehler werden erst von Kunden entdeckt.

10

Nur auf Bestsellerlisten schauen

Kurzfristige Rankings werden mit einem langfristigen Geschäftsmodell verwechselt.

11

Preis ständig ändern

Es entstehen keine verwertbaren Vergleichsdaten.

12

Leserfeedback ignorieren

Wiederkehrende Kritik wird nicht für Produkt und Positionierung genutzt.

Checkliste: Ist dein E-Book verkaufsbereit?

Das E-Book wurde auf mehreren Geräten getestet.
Die finale EPUB- beziehungsweise PDF-Datei ist korrekt.
Das Cover funktioniert auch als Thumbnail.
Zielgruppe und Leserprofil sind klar.
Der Vertriebsweg wurde bewusst gewählt.
Mögliche Exklusivitätsbedingungen wurden geprüft.
Titel ist final.
Untertitel ist gegebenenfalls final.
Autorenname ist überall konsistent.
Buchbeschreibung ist fertig.
Kategorien wurden sinnvoll gewählt.
Relevante Shop-Keywords wurden sauber ausgewählt.
Preis wurde bewusst festgelegt.
Aktuelle Plattformbedingungen wurden geprüft.
Tantiemen beziehungsweise Vergütungsmodell sind bekannt.
Verkaufsgebiete wurden geprüft.
Live-Produktseite wurde kontrolliert.
Links zum Buch funktionieren.
Beim Direktverkauf wurde ein Testkauf durchgeführt.
Die digitale Auslieferung funktioniert.
Ein Hauptweg für neue Leser ist definiert.
Verkäufe beziehungsweise Tantiemen werden ausgewertet.
Leserfeedback wird beobachtet.
Änderungen werden gezielt statt gleichzeitig vorgenommen.

Du möchtest dein E-Book direkt über Digistore24 verkaufen?

Neben Amazon, tolino und anderen Buchshops kannst du ein Fach-E-Book auch als eigenes digitales Produkt über deine Website vermarkten.

Im nächsten Guide schauen wir uns genau diesen Weg mit Digistore24 konkreter an: Produkt einrichten, Verkaufsprozess verstehen und das eigene E-Book vermarkten.

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Häufige Fragen zum Verkauf von E-Books

Wie kann ich mein eigenes E-Book verkaufen?

Du kannst ein E-Book über Buchplattformen wie Amazon Kindle, über Selfpublishing-Dienste, Google Play Books oder direkt über deine eigene Website verkaufen. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von Zielgruppe, Buchart und Vertriebsstrategie ab.

Wo kann man E-Books verkaufen?

Möglichkeiten sind unter anderem Amazon KDP, tolino media beziehungsweise die angeschlossenen Vertriebspartner, Google Play Books sowie der Direktverkauf über die eigene Website.

Kann ich ein E-Book über Amazon verkaufen?

Ja. Über Kindle Direct Publishing können Autoren E-Books selbst im Kindle-Shop veröffentlichen.

Wie viel verdient man bei Amazon mit einem E-Book?

Amazon KDP bietet aktuell Tantiemenoptionen von 35 Prozent beziehungsweise 70 Prozent. Für die 70-%-Option gelten zusätzliche Bedingungen, beispielsweise hinsichtlich Preis und Verkaufsgebiet.

Kann ich mein E-Book gleichzeitig bei Amazon und tolino verkaufen?

Grundsätzlich kann ein E-Book über mehrere Vertriebskanäle angeboten werden. Wenn das Kindle-E-Book jedoch bei KDP Select angemeldet ist, gelten während des Teilnahmezeitraums digitale Exklusivitätsbedingungen.

Was ist KDP Select?

KDP Select ist ein freiwilliges Amazon-Programm für Kindle-E-Books. Teilnehmende E-Books werden unter anderem in Kindle Unlimited einbezogen. Im Gegenzug gelten Exklusivitätsbedingungen für die digitale Ausgabe.

Wie lange gilt KDP Select?

Die Teilnahme läuft in 90-Tage-Zeiträumen. Prüfe vor einer Anmeldung, ob du dein E-Book gleichzeitig über andere digitale Kanäle verkaufen möchtest.

Kann ich ein E-Book über tolino verkaufen?

Ja. tolino media ist eine Selfpublishing-Plattform, über die E-Books an angeschlossene Vertriebspartner und Buchhandelskanäle ausgeliefert werden können.

Kann ich mein E-Book bei Google Play verkaufen?

Ja. Autoren und Verlage können über das Google Play Bücher-Partnercenter E-Books für Google Play bereitstellen, soweit die Verkaufsfunktion im jeweiligen Land verfügbar ist.

Kann ich mein E-Book auf meiner eigenen Website verkaufen?

Ja. Ein E-Book kann wie ein anderes digitales Produkt über eine eigene Verkaufsseite, einen Checkout und eine digitale Auslieferung verkauft werden.

Kann ich ein E-Book mit Digistore24 verkaufen?

Ja. E-Books gehören zu den digitalen Produkten, die über Digistore24 angeboten werden können. Digistore24 arbeitet dabei mit einem Reseller-Modell.

Was bedeutet das Reseller-Modell bei Digistore24?

Im Reseller-Modell stellst du als Vendor dein Produkt bereit. Digistore24 verkauft es im eigenen Namen an den Endkunden und übernimmt dabei verschiedene Aufgaben rund um Bestell- und Zahlungsabwicklung.

Wie viel sollte mein E-Book kosten?

Das hängt unter anderem von Zielgruppe, Genre, Nutzen, Markt, Positionierung, Vertriebskanal und wirtschaftlichem Modell ab. Eine pauschal richtige Preisspanne gibt es nicht.

Brauche ich für mein E-Book eine ISBN?

Nicht zwingend auf jeder Plattform. Amazon KDP verlangt für Kindle-E-Books keine ISBN. Andere Vertriebswege können andere Regelungen besitzen.

Wie bekomme ich Leser für mein E-Book?

Mögliche Wege sind Shop-Suche, SEO, eigene Website, Affiliate-Partner, Social Media, Video-Content, Communities und Empfehlungen.

Brauche ich für mein E-Book eine eigene Salespage?

Für den Verkauf direkt über einen Buchshop ist keine separate Salespage zwingend erforderlich. Beim Direktverkauf über deine eigene Website ist eine eigenständige Verkaufs- beziehungsweise Produktseite meist sinnvoll.

Kann ich ein E-Book ohne Verlag verkaufen?

Ja. Genau dafür existieren Selfpublishing-Plattformen und eigene digitale Vertriebswege. Du übernimmst dabei je nach Modell selbst mehr Aufgaben rund um Produkt, Veröffentlichung und Vermarktung.

Was ist besser: Amazon oder eigener Shop?

Das sind unterschiedliche Vertriebsmodelle. Amazon bietet einen bestehenden Buchshop und eine große Kundenbasis. Der Direktverkauf bietet mehr Kontrolle über Positionierung und Verkaufsprozess, benötigt aber eigenen Traffic.

Kann ich mein E-Book überall gleichzeitig anbieten?

Das hängt von deinen Verträgen und Programmen ab. Insbesondere KDP Select verlangt für die digitale Ausgabe während des Teilnahmezeitraums Exklusivität.

Was mache ich, wenn sich mein E-Book nicht verkauft?

Prüfe getrennt, ob Sichtbarkeit, Zielgruppe, Cover, Titel, Beschreibung, Preis oder der konkrete Vertriebsweg der Engpass ist. Ändere möglichst nicht alle Faktoren gleichzeitig.