Online-Kurs erstellen: Von der Idee zum fertigen Kurs
Ein Online-Kurs ist nicht einfach eine Sammlung möglichst vieler Videos. Ein guter Kurs führt Teilnehmer von einer klaren Ausgangssituation zu einem definierten Lernergebnis.
Deshalb beginnt die Kursproduktion nicht mit Kamera und Mikrofon, sondern mit der Frage: Was soll ein Teilnehmer nach dem Kurs verstehen oder praktisch umsetzen können?
Was ist ein Online-Kurs?
Ein Online-Kurs ist ein strukturiertes digitales Lernangebot, das Teilnehmer durch aufeinander abgestimmte Inhalte und gegebenenfalls Übungen, Aufgaben oder Tests führt.
Die Inhalte können beispielsweise aus Video, Text, Audio, Bildern, Arbeitsblättern, Downloads und Quizfragen bestehen.
„Hier sind 47 Videos zum Thema SEO.“
Viel Inhalt ist vorhanden. Aber der Teilnehmer muss selbst herausfinden, was er wann braucht und wie alles zusammenhängt.
„In 6 Modulen baust du deinen ersten SEO-Content-Plan.“
Ausgangspunkt, Reihenfolge und gewünschtes Ergebnis sind wesentlich klarer.
Ein Kurs organisiert Inhalte nicht danach, was der Ersteller alles weiß, sondern danach, was der Teilnehmer in welcher Reihenfolge benötigt.
- Welche Online-Kurse gibt es?
- Online-Kurs in 10 Schritten erstellen
- Das Lernergebnis definieren
- Module und Lektionen planen
- Gute Lektionen aufbauen
- Kursvideos produzieren
- Welche Technik brauchst du?
- Arbeitsmaterialien erstellen
- Kursplattform auswählen
- Barrierefreiheit mitdenken
- Kurs testen
- Nicht zu groß starten
- Online-Kurs mit KI erstellen
- Typische Fehler
- Kurs-Checkliste
- FAQ
Welche Arten von Online-Kursen kannst du erstellen?
Komplett vorbereitet
Teilnehmer arbeiten die Lektionen selbstständig und im eigenen Tempo durch.
Visuell erklären
Sinnvoll, wenn Prozesse, Software oder praktische Abläufe gezeigt werden müssen.
Lesen und umsetzen
Nicht jeder Kurs benötigt Video. Text kann bei vielen Themen schneller erfassbar sein.
Mehrere Formate kombinieren
Video, Text, Arbeitsblätter und Übungen werden nach ihrer jeweiligen Stärke eingesetzt.
Gemeinsamer Zeitraum
Teilnehmer beginnen zu einem festgelegten Zeitpunkt und arbeiten zeitlich koordiniert.
Kurs mit Support
Selbstlernmaterial wird beispielsweise um Feedback, Calls oder persönliche Unterstützung ergänzt.
Online-Kurs in 10 Schritten erstellen
Zielgruppe und Problem festlegen
Beginne nicht mit: „Ich möchte einen Kurs über Marketing machen.“
Definiere zuerst:
- Wer soll teilnehmen?
- Wo steht die Person heute?
- Welches Problem möchte sie lösen?
- Welche Vorkenntnisse besitzt sie?
Das Lernergebnis definieren
Beschreibe, was Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss konkret wissen oder tun können sollen.
Statt: „Affiliate Marketing verstehen“
besser: „Ein eigenes Affiliate-Projekt auswählen, planen und die ersten Seiten strukturiert anlegen.“
Vom Ergebnis rückwärts planen
Frage:
Welche Entscheidungen, Kenntnisse und Fähigkeiten benötigt ein Teilnehmer, damit er das Ziel erreichen kann?
Daraus entstehen die großen Kursabschnitte.
Module und Lektionen strukturieren
Ein Modul behandelt einen größeren Lernschritt.
Die einzelnen Lektionen zerlegen ihn in verständliche Einheiten.
Kurs → Module → Lektionen → konkrete Handlung.
Für jede Lektion das beste Format wählen
Entscheide nicht pauschal, dass alles Video sein muss.
Nutze beispielsweise:
- Video für Demonstrationen,
- Text für Nachschlagewissen,
- Checklisten für Abläufe,
- Templates für Umsetzung,
- Quizfragen zur Überprüfung.
Skripte und Materialien erstellen
Plane vor der Aufnahme, was vermittelt werden soll.
Ein Skript muss nicht Wort für Wort vorgelesen werden. Schon ein klarer Ablauf verhindert viele Wiederholungen und unnötige Abschweifungen.
Inhalte produzieren
Produziere zunächst den eigentlichen Lerninhalt.
Design, Intro-Animation, aufwendige Übergänge und Bonusmaterial kommen erst danach.
Kurs auf der Plattform aufbauen
Lege Module und Lektionen in der vorgesehenen Reihenfolge an und ergänze:
- Videos,
- Texte,
- Downloads,
- Übungen,
- Navigation.
Den gesamten Kurs selbst testen
Melde dich möglichst wie ein echter Teilnehmer an und arbeite den Kurs von Anfang bis Ende durch.
Prüfe Technik und Lernlogik.
Mit ersten Teilnehmern verbessern
Die erste Version muss nicht deine endgültige Version sein.
Beobachte:
- Wo entstehen Fragen?
- Welche Lektionen sind unklar?
- Wo brechen Teilnehmer ab?
- Welche Materialien helfen besonders?
Das Lernergebnis: Beginne am Ende
Bevor du Module planst, definiere den Zustand, den ein erfolgreicher Teilnehmer nach dem Kurs erreicht haben soll.
Ausgangslage
Was kann der Teilnehmer heute noch nicht?
Zielzustand
Was kann er nach dem Kurs?
Nachweis
Woran erkennst du, dass das Lernziel tatsächlich erreicht wurde?
Grenze
Was verspricht dieser Kurs ausdrücklich nicht?
Nicht: „Nach dem Kurs kennst du WordPress.“
Besser: „Nach dem Kurs kannst du WordPress installieren, fünf grundlegende Seitentypen anlegen und deine erste einfache Website veröffentlichen.“
Curriculum erstellen: Module und Lektionen logisch aufbauen
Moderne Kursplattformen organisieren Kurse typischerweise in größeren Abschnitten und darin enthaltenen Lektionen.
Nutze diese Struktur aber nicht nur technisch – sondern didaktisch.
Wie sollte eine gute Kurslektion aufgebaut sein?
Was lernen wir?
Der Teilnehmer versteht, warum diese Lektion für den Gesamtweg relevant ist.
Was muss ich verstehen?
Vermittle nur das Wissen, das für diesen Schritt tatsächlich benötigt wird.
Wie funktioniert es?
Zeige ein Beispiel, einen Ablauf oder eine Anwendung.
Was soll ich jetzt tun?
Gib dem Teilnehmer einen klaren nächsten Schritt.
Woran erkenne ich Erfolg?
Definiere, welches Ergebnis die Übung liefern sollte.
Was kommt als Nächstes?
Verbinde die Lektion logisch mit dem folgenden Lernschritt.
Kursvideos erstellen: Verständlichkeit vor Studioqualität
Du brauchst für einen guten Online-Kurs nicht automatisch ein professionelles Filmstudio.
Wichtiger ist, dass Teilnehmer Inhalt problemlos sehen, hören und nachvollziehen können.
Sauberer Ton
Verständliche Sprache ist bei einem Lernvideo wichtiger als spektakuläre Kameratechnik.
Ruhiges Bild
Vermeide unnötige Ablenkung und schlecht lesbare Bildschirmaufnahmen.
Klare Struktur
Beginne mit dem Lernziel, erkläre, demonstriere und schließe mit einer Handlung.
Sinnvolle Schnitte
Entferne lange Pausen, Fehler und unnötige Wiederholungen.
Lesbare Bildschirmtexte
Menüs, Code und Eingabefelder müssen auch auf kleineren Displays erkennbar sein.
Untertitel
Plane Untertitel direkt in deinen Produktionsprozess ein, statt sie erst am Ende zu bedenken.
Welche Technik brauchst du für einen Online-Kurs?
Die notwendige Technik hängt vom Kurstyp ab.
Mikrofon
Priorisiere verständlichen, störungsarmen Ton.
Kamera
Nur notwendig, wenn dein Gesicht oder reale Demonstrationen gezeigt werden sollen.
Screen Recorder
Für Software, Websites und digitale Workflows häufig zentral.
Schnittsoftware
Für Fehlerkorrektur, Kürzungen und einfache Nachbearbeitung.
Arbeitsmaterialien: Aus Zuschauen wird Umsetzen
Zusätzliche Downloads sollten keine künstlichen Boni sein.
Sie sind sinnvoll, wenn sie dem Teilnehmer einen konkreten Arbeitsschritt erleichtern.
Wie wählst du eine Plattform für deinen Online-Kurs?
Beginne nicht mit einer endlosen Feature-Liste.
Definiere zuerst, was dein Kurs tatsächlich benötigt.
Curriculum
Lassen sich Module und Lektionen sinnvoll strukturieren?
Content
Unterstützt sie deine benötigten Video-, Text- und Downloadformate?
Fortschritt
Können Teilnehmer ihren Lernfortschritt nachvollziehen?
Tests
Brauchst du Quizfragen, Aufgaben oder Zertifikate?
Checkout
Wie wird der Kurs verkauft und der Zugang vergeben?
Integrationen
Welche Systeme müssen mit der Plattform zusammenarbeiten?
Mobile Nutzung
Funktionieren Kursinhalte auf kleineren Geräten sinnvoll?
Kosten
Welche festen und variablen Kosten entstehen?
Datenexport
Welche Kontrolle besitzt du über Kursteilnehmer und Kursdaten?
Plattform erst nach dem Kurskonzept auswählen
| Dein Bedarf | Darauf achten |
|---|---|
| Einfacher Selbstlernkurs | Curriculum, Video, Text, Downloads, Fortschritt |
| Kurs mit Tests | Quiz, Aufgaben, Bewertung |
| Kurs mit zeitlicher Freischaltung | Drip-Funktion beziehungsweise Terminsteuerung |
| Direktverkauf | Checkout, Zahlungsanbieter, automatische Zugangserteilung |
| Mehrere Kurse | Produktverwaltung, Bundles, Teilnehmerverwaltung |
| Betreuter Kurs | Community-, Kommunikations- oder Coaching-Funktionen |
Barrierefreiheit: Direkt in die Kursproduktion einbauen
Barrierefreiheit nachträglich in einen fertigen Videokurs einzubauen, verursacht vermeidbare Arbeit.
Plane wichtige Punkte deshalb bereits beim Skript, bei der Aufnahme und beim Materialdesign ein.
Untertitel
Gesprochene Inhalte sollten über synchronisierte Untertitel zugänglich sein.
Visuelles erklären
Sage bei wichtigen Demonstrationen nicht nur „hier klicken“, sondern benenne relevante Elemente.
Klare Struktur
Nutze verständliche Überschriften, Absätze und Listen.
Alternativtexte
Aussagekräftige Bilder sollten sinnvoll textlich beschrieben werden.
Lesbare Downloads
Auch PDFs und Arbeitsmaterialien sollten strukturiert und gut lesbar sein.
Navigation prüfen
Teilnehmer sollten Kursbereiche und Lektionen eindeutig erreichen können.
Online-Kurs testen: Werde vor dem Launch selbst Teilnehmer
Prüfe dabei insbesondere:
- Funktioniert die Anmeldung?
- Ist sofort klar, wo man beginnt?
- Funktionieren alle Videos?
- Funktionieren Untertitel?
- Sind Downloads erreichbar?
- Sind Links aktuell?
- Ist die Reihenfolge verständlich?
- Funktioniert der Kurs auf dem Smartphone?
- Sind Aufgaben wirklich ausführbar?
- Fehlt Vorwissen, das du unbewusst voraussetzt?
Dein erster Online-Kurs muss kein 40-Stunden-Mammutprojekt sein
Viele Kurse werden nie veröffentlicht, weil ihr Umfang bereits vor der ersten Aufnahme explodiert.
Kern-Lernweg
Alles, was der Teilnehmer benötigt, um das versprochene Ergebnis erreichen zu können.
Hilfreiche Ergänzungen
Beispiele, zusätzliche Vorlagen oder Vertiefungen, die den Lernweg verbessern.
Erweiterungen
Bonusmodule, zusätzliche Fallstudien oder neue Anwendungen können nach echtem Feedback folgen.
Online-Kurs mit KI erstellen: Sinnvoll als Produktionshilfe
KI kann bei der Kursentwicklung viele vorbereitende und redaktionelle Aufgaben beschleunigen.
KI eignet sich gut für
- Curriculum-Ideen,
- Modulvarianten,
- Lernziel-Formulierungen,
- Skriptentwürfe,
- Quizfragen,
- Übungsvarianten,
- Zusammenfassungen,
- redaktionelle Überarbeitung.
Nicht blind delegieren
- fachliche Richtigkeit,
- eigene Erfahrung,
- Quellenprüfung,
- didaktische Logik,
- rechtliche Aussagen,
- Qualitätskontrolle,
- das gesamte Produktversprechen.
→ Vertiefung: Digitale Produkte mit KI erstellen .
12 typische Fehler beim Erstellen eines Online-Kurses
Mit Videos beginnen
Es wird produziert, bevor Lernziel und Curriculum stehen.
Alles Wissen hineinpacken
Der Kurs wird zum Wissensarchiv statt zum Lernweg.
Kein konkretes Ergebnis
Teilnehmer wissen nicht, worauf sie eigentlich hinarbeiten.
Expertenlogik verwenden
Module folgen Fachgebieten statt dem Weg eines Anfängers.
Jede Lektion als Video
Auch dort wird gefilmt, wo Text oder Checkliste besser wären.
Studioqualität überbewerten
Wochen fließen in Technik, während der eigentliche Kurs noch nicht steht.
Schlechter Ton
Teilnehmer müssen sich anstrengen, um den Inhalt überhaupt zu verstehen.
Keine Übungen
Teilnehmer konsumieren Inhalte, wenden aber nichts an.
Plattform vor Konzept wählen
Der Kurs wird anschließend um vorhandene Softwarefunktionen herumgebaut.
Barrierefreiheit zu spät bedenken
Untertitel und zugängliche Materialien müssen aufwendig nachgerüstet werden.
Keinen Testteilnehmer einsetzen
Wissenslücken werden erst nach dem Verkauf sichtbar.
KI-Inhalte ungeprüft veröffentlichen
Fehlerhafte oder generische Inhalte gelangen direkt in das Lernprodukt.
Checkliste: Ist dein Online-Kurs fertig?
Der Kurs ist fertig – jetzt braucht er eine überzeugende Verkaufsseite
Lernziel, Curriculum, Lektionen, Videos, Arbeitsmaterialien und Kursplattform bilden jetzt das Produkt.
Im nächsten Schritt musst du potenziellen Teilnehmern verständlich erklären, für wen dein Kurs gedacht ist, welches Problem er löst, was enthalten ist und warum sich der Kauf lohnt.
Weiter: Salespage erstellen →Passende Guides zum Weiterlesen
Digitale Produkte erstellen
Der allgemeine Prozess von der Idee zum fertigen Produkt.
Produkt erstellen →Häufige Fragen zum Erstellen eines Online-Kurses
Wie erstelle ich einen Online-Kurs?
Definiere zunächst Zielgruppe, Ausgangssituation und Lernergebnis. Plane anschließend Module und Lektionen, wähle geeignete Inhaltsformate, produziere die Materialien, baue den Kurs auf einer Plattform auf und teste den kompletten Lernweg vor der Veröffentlichung.
Was brauche ich für einen Online-Kurs?
Du brauchst ein klares Lernergebnis, ein Curriculum, die eigentlichen Kursinhalte und eine technische Möglichkeit, diese Inhalte für Teilnehmer bereitzustellen. Je nach Kurstyp können außerdem Mikrofon, Kamera, Screen-Recording und Schnittsoftware notwendig sein.
Muss ein Online-Kurs aus Videos bestehen?
Nein. Ein Kurs kann aus Video, Text, Audio, Bildern, PDFs, Arbeitsblättern, Vorlagen, Übungen und Quizfragen bestehen. Das Format sollte zur jeweiligen Lernaufgabe passen.
Wie lang sollte ein Online-Kurs sein?
Es gibt keine sinnvolle allgemeine Mindestdauer. Ein Kurs sollte alle notwendigen Schritte enthalten, mit denen Teilnehmer das versprochene Lernergebnis erreichen können, ohne künstlich verlängert zu werden.
Wie lang sollte eine Kurslektion sein?
Eine Lektion sollte so lang sein, wie die konkrete Lernaufgabe es erfordert. Eine kurze, vollständige Erklärung ist besser als ein künstlich verlängertes Video.
Wie viele Module sollte ein Online-Kurs haben?
Dafür gibt es keine feste Zahl. Module sollten die größeren Lernschritte zwischen Ausgangssituation und gewünschtem Ergebnis darstellen.
Wie plane ich ein Kurs-Curriculum?
Beginne beim gewünschten Endergebnis und plane rückwärts. Ermittle, welche Fähigkeiten, Entscheidungen und Informationen ein Teilnehmer in welcher Reihenfolge benötigt.
Brauche ich eine Kamera für einen Online-Kurs?
Nicht zwingend. Für Bildschirmtrainings können beispielsweise Screen-Recording und Sprachaufnahme ausreichen. Eine Kamera ist sinnvoll, wenn dein Gesicht oder reale Vorgänge zum Lerninhalt beitragen.
Welches Mikrofon brauche ich für einen Online-Kurs?
Entscheidend ist ein verständlicher, möglichst störungsarmer Ton. Die notwendige Technik hängt von Raum, Aufnahmesituation und Kursformat ab.
Brauchen Kursvideos Untertitel?
Untertitel verbessern die Zugänglichkeit von Videoinhalten. Die WCAG 2.2 sieht für vorab aufgezeichnete synchronisierte Medien Untertitel bereits auf Konformitätsstufe A vor.
Welche Plattform eignet sich für einen Online-Kurs?
Die richtige Plattform hängt von deinem Kursmodell ab. Prüfe unter anderem Curriculum-Funktionen, Video und Downloads, Tests, Fortschrittsanzeige, Zahlungsabwicklung, Integrationen, mobile Nutzung und laufende Kosten.
Was kostet die Erstellung eines Online-Kurses?
Das hängt stark von Produktionsweise und Technik ab. Kosten können beispielsweise durch Mikrofon, Kamera, Software, Hosting, Kursplattform, Design oder externe Dienstleistungen entstehen.
Wie viel sollte ein Online-Kurs kosten?
Der Preis sollte nicht ausschließlich aus Videolänge oder Anzahl der Module abgeleitet werden. Zielgruppe, Problem, Nutzen, Betreuung, Positionierung, Konkurrenz und Vertriebskosten spielen ebenfalls eine Rolle.
Kann ich einen Online-Kurs ohne eigene Website erstellen?
Ja. Einige Kursplattformen stellen eigene Kurs- und Verkaufsseiten bereit. Eine eigene Website kann dennoch sinnvoll sein, wenn du langfristig SEO und eigene Inhalte aufbauen möchtest.
Kann ich einen Online-Kurs mit KI erstellen?
Ja. KI kann unter anderem bei Curriculum, Skripten, Übungen, Quizfragen und redaktioneller Überarbeitung helfen. Fachliche Richtigkeit, Lernlogik und Qualität sollten jedoch kontrolliert werden.
Kann KI ein komplettes Kurs-Curriculum erstellen?
KI kann einen brauchbaren ersten Entwurf erzeugen. Auch aktuelle Kursplattformen bieten entsprechende KI-Funktionen an. Der Entwurf sollte anschließend an reale Zielgruppe, Ausgangswissen und gewünschtes Lernergebnis angepasst werden.
Welche Arbeitsmaterialien braucht ein Kurs?
Nur Materialien, die den Lernweg unterstützen. Dazu können Checklisten, Workbooks, Templates, Beispieldateien, Zusammenfassungen und Quizfragen gehören.
Sollte ich den ganzen Kurs vor dem Verkauf fertigstellen?
Das hängt vom Kursmodell ab. Bei einem klassischen Selbstlernkurs ist eine vollständige und getestete erste Version sinnvoll. Bei einem bewusst als Live- oder Cohort-Programm angebotenen Kurs kann die Produktion teilweise parallel zur Durchführung erfolgen, sofern dies für Teilnehmer transparent ist.
Wie teste ich einen Online-Kurs?
Durchlaufe den Kurs über einen Teilnehmerzugang von Anmeldung bis Abschluss. Prüfe Navigation, Videos, Untertitel, Links, Downloads, Übungen und mobile Darstellung. Zusätzlich ist ein Test mit Personen aus der Zielgruppe sinnvoll.
Wie verkaufe ich meinen fertigen Online-Kurs?
Nach der Produkterstellung brauchst du unter anderem Preis, Verkaufsseite, Checkout, Zugangserteilung und einen Weg, relevante Interessenten zu erreichen. Diese Themen behandeln wir separat in unseren Guides zu Salespages und dem Verkauf digitaler Produkte.
Online-Kurs erstellen: Von der Idee zum fertigen Kurs
Ein Online-Kurs ist nicht einfach eine Sammlung möglichst vieler Videos. Ein guter Kurs führt Teilnehmer von einer klaren Ausgangssituation zu einem definierten Lernergebnis.
Deshalb beginnt die Kursproduktion nicht mit Kamera und Mikrofon, sondern mit der Frage: Was soll ein Teilnehmer nach dem Kurs verstehen oder praktisch umsetzen können?
Was ist ein Online-Kurs?
Ein Online-Kurs ist ein strukturiertes digitales Lernangebot, das Teilnehmer durch aufeinander abgestimmte Inhalte und gegebenenfalls Übungen, Aufgaben oder Tests führt.
Die Inhalte können beispielsweise aus Video, Text, Audio, Bildern, Arbeitsblättern, Downloads und Quizfragen bestehen.
„Hier sind 47 Videos zum Thema SEO.“
Viel Inhalt ist vorhanden. Aber der Teilnehmer muss selbst herausfinden, was er wann braucht und wie alles zusammenhängt.
„In 6 Modulen baust du deinen ersten SEO-Content-Plan.“
Ausgangspunkt, Reihenfolge und gewünschtes Ergebnis sind wesentlich klarer.
Ein Kurs organisiert Inhalte nicht danach, was der Ersteller alles weiß, sondern danach, was der Teilnehmer in welcher Reihenfolge benötigt.
- Welche Online-Kurse gibt es?
- Online-Kurs in 10 Schritten erstellen
- Das Lernergebnis definieren
- Module und Lektionen planen
- Gute Lektionen aufbauen
- Kursvideos produzieren
- Welche Technik brauchst du?
- Arbeitsmaterialien erstellen
- Kursplattform auswählen
- Barrierefreiheit mitdenken
- Kurs testen
- Nicht zu groß starten
- Online-Kurs mit KI erstellen
- Typische Fehler
- Kurs-Checkliste
- FAQ
Welche Arten von Online-Kursen kannst du erstellen?
Komplett vorbereitet
Teilnehmer arbeiten die Lektionen selbstständig und im eigenen Tempo durch.
Visuell erklären
Sinnvoll, wenn Prozesse, Software oder praktische Abläufe gezeigt werden müssen.
Lesen und umsetzen
Nicht jeder Kurs benötigt Video. Text kann bei vielen Themen schneller erfassbar sein.
Mehrere Formate kombinieren
Video, Text, Arbeitsblätter und Übungen werden nach ihrer jeweiligen Stärke eingesetzt.
Gemeinsamer Zeitraum
Teilnehmer beginnen zu einem festgelegten Zeitpunkt und arbeiten zeitlich koordiniert.
Kurs mit Support
Selbstlernmaterial wird beispielsweise um Feedback, Calls oder persönliche Unterstützung ergänzt.
Online-Kurs in 10 Schritten erstellen
Zielgruppe und Problem festlegen
Beginne nicht mit: „Ich möchte einen Kurs über Marketing machen.“
Definiere zuerst:
- Wer soll teilnehmen?
- Wo steht die Person heute?
- Welches Problem möchte sie lösen?
- Welche Vorkenntnisse besitzt sie?
Das Lernergebnis definieren
Beschreibe, was Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss konkret wissen oder tun können sollen.
Statt: „Affiliate Marketing verstehen“
besser: „Ein eigenes Affiliate-Projekt auswählen, planen und die ersten Seiten strukturiert anlegen.“
Vom Ergebnis rückwärts planen
Frage:
Welche Entscheidungen, Kenntnisse und Fähigkeiten benötigt ein Teilnehmer, damit er das Ziel erreichen kann?
Daraus entstehen die großen Kursabschnitte.
Module und Lektionen strukturieren
Ein Modul behandelt einen größeren Lernschritt.
Die einzelnen Lektionen zerlegen ihn in verständliche Einheiten.
Kurs → Module → Lektionen → konkrete Handlung.
Für jede Lektion das beste Format wählen
Entscheide nicht pauschal, dass alles Video sein muss.
Nutze beispielsweise:
- Video für Demonstrationen,
- Text für Nachschlagewissen,
- Checklisten für Abläufe,
- Templates für Umsetzung,
- Quizfragen zur Überprüfung.
Skripte und Materialien erstellen
Plane vor der Aufnahme, was vermittelt werden soll.
Ein Skript muss nicht Wort für Wort vorgelesen werden. Schon ein klarer Ablauf verhindert viele Wiederholungen und unnötige Abschweifungen.
Inhalte produzieren
Produziere zunächst den eigentlichen Lerninhalt.
Design, Intro-Animation, aufwendige Übergänge und Bonusmaterial kommen erst danach.
Kurs auf der Plattform aufbauen
Lege Module und Lektionen in der vorgesehenen Reihenfolge an und ergänze:
- Videos,
- Texte,
- Downloads,
- Übungen,
- Navigation.
Den gesamten Kurs selbst testen
Melde dich möglichst wie ein echter Teilnehmer an und arbeite den Kurs von Anfang bis Ende durch.
Prüfe Technik und Lernlogik.
Mit ersten Teilnehmern verbessern
Die erste Version muss nicht deine endgültige Version sein.
Beobachte:
- Wo entstehen Fragen?
- Welche Lektionen sind unklar?
- Wo brechen Teilnehmer ab?
- Welche Materialien helfen besonders?
Das Lernergebnis: Beginne am Ende
Bevor du Module planst, definiere den Zustand, den ein erfolgreicher Teilnehmer nach dem Kurs erreicht haben soll.
Ausgangslage
Was kann der Teilnehmer heute noch nicht?
Zielzustand
Was kann er nach dem Kurs?
Nachweis
Woran erkennst du, dass das Lernziel tatsächlich erreicht wurde?
Grenze
Was verspricht dieser Kurs ausdrücklich nicht?
Nicht: „Nach dem Kurs kennst du WordPress.“
Besser: „Nach dem Kurs kannst du WordPress installieren, fünf grundlegende Seitentypen anlegen und deine erste einfache Website veröffentlichen.“
Curriculum erstellen: Module und Lektionen logisch aufbauen
Moderne Kursplattformen organisieren Kurse typischerweise in größeren Abschnitten und darin enthaltenen Lektionen.
Nutze diese Struktur aber nicht nur technisch – sondern didaktisch.
Wie sollte eine gute Kurslektion aufgebaut sein?
Was lernen wir?
Der Teilnehmer versteht, warum diese Lektion für den Gesamtweg relevant ist.
Was muss ich verstehen?
Vermittle nur das Wissen, das für diesen Schritt tatsächlich benötigt wird.
Wie funktioniert es?
Zeige ein Beispiel, einen Ablauf oder eine Anwendung.
Was soll ich jetzt tun?
Gib dem Teilnehmer einen klaren nächsten Schritt.
Woran erkenne ich Erfolg?
Definiere, welches Ergebnis die Übung liefern sollte.
Was kommt als Nächstes?
Verbinde die Lektion logisch mit dem folgenden Lernschritt.
Kursvideos erstellen: Verständlichkeit vor Studioqualität
Du brauchst für einen guten Online-Kurs nicht automatisch ein professionelles Filmstudio.
Wichtiger ist, dass Teilnehmer Inhalt problemlos sehen, hören und nachvollziehen können.
Sauberer Ton
Verständliche Sprache ist bei einem Lernvideo wichtiger als spektakuläre Kameratechnik.
Ruhiges Bild
Vermeide unnötige Ablenkung und schlecht lesbare Bildschirmaufnahmen.
Klare Struktur
Beginne mit dem Lernziel, erkläre, demonstriere und schließe mit einer Handlung.
Sinnvolle Schnitte
Entferne lange Pausen, Fehler und unnötige Wiederholungen.
Lesbare Bildschirmtexte
Menüs, Code und Eingabefelder müssen auch auf kleineren Displays erkennbar sein.
Untertitel
Plane Untertitel direkt in deinen Produktionsprozess ein, statt sie erst am Ende zu bedenken.
Welche Technik brauchst du für einen Online-Kurs?
Die notwendige Technik hängt vom Kurstyp ab.
Mikrofon
Priorisiere verständlichen, störungsarmen Ton.
Kamera
Nur notwendig, wenn dein Gesicht oder reale Demonstrationen gezeigt werden sollen.
Screen Recorder
Für Software, Websites und digitale Workflows häufig zentral.
Schnittsoftware
Für Fehlerkorrektur, Kürzungen und einfache Nachbearbeitung.
Arbeitsmaterialien: Aus Zuschauen wird Umsetzen
Zusätzliche Downloads sollten keine künstlichen Boni sein.
Sie sind sinnvoll, wenn sie dem Teilnehmer einen konkreten Arbeitsschritt erleichtern.
Wie wählst du eine Plattform für deinen Online-Kurs?
Beginne nicht mit einer endlosen Feature-Liste.
Definiere zuerst, was dein Kurs tatsächlich benötigt.
Curriculum
Lassen sich Module und Lektionen sinnvoll strukturieren?
Content
Unterstützt sie deine benötigten Video-, Text- und Downloadformate?
Fortschritt
Können Teilnehmer ihren Lernfortschritt nachvollziehen?
Tests
Brauchst du Quizfragen, Aufgaben oder Zertifikate?
Checkout
Wie wird der Kurs verkauft und der Zugang vergeben?
Integrationen
Welche Systeme müssen mit der Plattform zusammenarbeiten?
Mobile Nutzung
Funktionieren Kursinhalte auf kleineren Geräten sinnvoll?
Kosten
Welche festen und variablen Kosten entstehen?
Datenexport
Welche Kontrolle besitzt du über Kursteilnehmer und Kursdaten?
Plattform erst nach dem Kurskonzept auswählen
| Dein Bedarf | Darauf achten |
|---|---|
| Einfacher Selbstlernkurs | Curriculum, Video, Text, Downloads, Fortschritt |
| Kurs mit Tests | Quiz, Aufgaben, Bewertung |
| Kurs mit zeitlicher Freischaltung | Drip-Funktion beziehungsweise Terminsteuerung |
| Direktverkauf | Checkout, Zahlungsanbieter, automatische Zugangserteilung |
| Mehrere Kurse | Produktverwaltung, Bundles, Teilnehmerverwaltung |
| Betreuter Kurs | Community-, Kommunikations- oder Coaching-Funktionen |
Barrierefreiheit: Direkt in die Kursproduktion einbauen
Barrierefreiheit nachträglich in einen fertigen Videokurs einzubauen, verursacht vermeidbare Arbeit.
Plane wichtige Punkte deshalb bereits beim Skript, bei der Aufnahme und beim Materialdesign ein.
Untertitel
Gesprochene Inhalte sollten über synchronisierte Untertitel zugänglich sein.
Visuelles erklären
Sage bei wichtigen Demonstrationen nicht nur „hier klicken“, sondern benenne relevante Elemente.
Klare Struktur
Nutze verständliche Überschriften, Absätze und Listen.
Alternativtexte
Aussagekräftige Bilder sollten sinnvoll textlich beschrieben werden.
Lesbare Downloads
Auch PDFs und Arbeitsmaterialien sollten strukturiert und gut lesbar sein.
Navigation prüfen
Teilnehmer sollten Kursbereiche und Lektionen eindeutig erreichen können.
Online-Kurs testen: Werde vor dem Launch selbst Teilnehmer
Prüfe dabei insbesondere:
- Funktioniert die Anmeldung?
- Ist sofort klar, wo man beginnt?
- Funktionieren alle Videos?
- Funktionieren Untertitel?
- Sind Downloads erreichbar?
- Sind Links aktuell?
- Ist die Reihenfolge verständlich?
- Funktioniert der Kurs auf dem Smartphone?
- Sind Aufgaben wirklich ausführbar?
- Fehlt Vorwissen, das du unbewusst voraussetzt?
Dein erster Online-Kurs muss kein 40-Stunden-Mammutprojekt sein
Viele Kurse werden nie veröffentlicht, weil ihr Umfang bereits vor der ersten Aufnahme explodiert.
Kern-Lernweg
Alles, was der Teilnehmer benötigt, um das versprochene Ergebnis erreichen zu können.
Hilfreiche Ergänzungen
Beispiele, zusätzliche Vorlagen oder Vertiefungen, die den Lernweg verbessern.
Erweiterungen
Bonusmodule, zusätzliche Fallstudien oder neue Anwendungen können nach echtem Feedback folgen.
Online-Kurs mit KI erstellen: Sinnvoll als Produktionshilfe
KI kann bei der Kursentwicklung viele vorbereitende und redaktionelle Aufgaben beschleunigen.
KI eignet sich gut für
- Curriculum-Ideen,
- Modulvarianten,
- Lernziel-Formulierungen,
- Skriptentwürfe,
- Quizfragen,
- Übungsvarianten,
- Zusammenfassungen,
- redaktionelle Überarbeitung.
Nicht blind delegieren
- fachliche Richtigkeit,
- eigene Erfahrung,
- Quellenprüfung,
- didaktische Logik,
- rechtliche Aussagen,
- Qualitätskontrolle,
- das gesamte Produktversprechen.
→ Vertiefung: Digitale Produkte mit KI erstellen .
12 typische Fehler beim Erstellen eines Online-Kurses
Mit Videos beginnen
Es wird produziert, bevor Lernziel und Curriculum stehen.
Alles Wissen hineinpacken
Der Kurs wird zum Wissensarchiv statt zum Lernweg.
Kein konkretes Ergebnis
Teilnehmer wissen nicht, worauf sie eigentlich hinarbeiten.
Expertenlogik verwenden
Module folgen Fachgebieten statt dem Weg eines Anfängers.
Jede Lektion als Video
Auch dort wird gefilmt, wo Text oder Checkliste besser wären.
Studioqualität überbewerten
Wochen fließen in Technik, während der eigentliche Kurs noch nicht steht.
Schlechter Ton
Teilnehmer müssen sich anstrengen, um den Inhalt überhaupt zu verstehen.
Keine Übungen
Teilnehmer konsumieren Inhalte, wenden aber nichts an.
Plattform vor Konzept wählen
Der Kurs wird anschließend um vorhandene Softwarefunktionen herumgebaut.
Barrierefreiheit zu spät bedenken
Untertitel und zugängliche Materialien müssen aufwendig nachgerüstet werden.
Keinen Testteilnehmer einsetzen
Wissenslücken werden erst nach dem Verkauf sichtbar.
KI-Inhalte ungeprüft veröffentlichen
Fehlerhafte oder generische Inhalte gelangen direkt in das Lernprodukt.
Checkliste: Ist dein Online-Kurs fertig?
Der Kurs ist fertig – jetzt braucht er eine überzeugende Verkaufsseite
Lernziel, Curriculum, Lektionen, Videos, Arbeitsmaterialien und Kursplattform bilden jetzt das Produkt.
Im nächsten Schritt musst du potenziellen Teilnehmern verständlich erklären, für wen dein Kurs gedacht ist, welches Problem er löst, was enthalten ist und warum sich der Kauf lohnt.
Weiter: Salespage erstellen →Passende Guides zum Weiterlesen
Digitale Produkte erstellen
Der allgemeine Prozess von der Idee zum fertigen Produkt.
Produkt erstellen →Häufige Fragen zum Erstellen eines Online-Kurses
Wie erstelle ich einen Online-Kurs?
Definiere zunächst Zielgruppe, Ausgangssituation und Lernergebnis. Plane anschließend Module und Lektionen, wähle geeignete Inhaltsformate, produziere die Materialien, baue den Kurs auf einer Plattform auf und teste den kompletten Lernweg vor der Veröffentlichung.
Was brauche ich für einen Online-Kurs?
Du brauchst ein klares Lernergebnis, ein Curriculum, die eigentlichen Kursinhalte und eine technische Möglichkeit, diese Inhalte für Teilnehmer bereitzustellen. Je nach Kurstyp können außerdem Mikrofon, Kamera, Screen-Recording und Schnittsoftware notwendig sein.
Muss ein Online-Kurs aus Videos bestehen?
Nein. Ein Kurs kann aus Video, Text, Audio, Bildern, PDFs, Arbeitsblättern, Vorlagen, Übungen und Quizfragen bestehen. Das Format sollte zur jeweiligen Lernaufgabe passen.
Wie lang sollte ein Online-Kurs sein?
Es gibt keine sinnvolle allgemeine Mindestdauer. Ein Kurs sollte alle notwendigen Schritte enthalten, mit denen Teilnehmer das versprochene Lernergebnis erreichen können, ohne künstlich verlängert zu werden.
Wie lang sollte eine Kurslektion sein?
Eine Lektion sollte so lang sein, wie die konkrete Lernaufgabe es erfordert. Eine kurze, vollständige Erklärung ist besser als ein künstlich verlängertes Video.
Wie viele Module sollte ein Online-Kurs haben?
Dafür gibt es keine feste Zahl. Module sollten die größeren Lernschritte zwischen Ausgangssituation und gewünschtem Ergebnis darstellen.
Wie plane ich ein Kurs-Curriculum?
Beginne beim gewünschten Endergebnis und plane rückwärts. Ermittle, welche Fähigkeiten, Entscheidungen und Informationen ein Teilnehmer in welcher Reihenfolge benötigt.
Brauche ich eine Kamera für einen Online-Kurs?
Nicht zwingend. Für Bildschirmtrainings können beispielsweise Screen-Recording und Sprachaufnahme ausreichen. Eine Kamera ist sinnvoll, wenn dein Gesicht oder reale Vorgänge zum Lerninhalt beitragen.
Welches Mikrofon brauche ich für einen Online-Kurs?
Entscheidend ist ein verständlicher, möglichst störungsarmer Ton. Die notwendige Technik hängt von Raum, Aufnahmesituation und Kursformat ab.
Brauchen Kursvideos Untertitel?
Untertitel verbessern die Zugänglichkeit von Videoinhalten. Die WCAG 2.2 sieht für vorab aufgezeichnete synchronisierte Medien Untertitel bereits auf Konformitätsstufe A vor.
Welche Plattform eignet sich für einen Online-Kurs?
Die richtige Plattform hängt von deinem Kursmodell ab. Prüfe unter anderem Curriculum-Funktionen, Video und Downloads, Tests, Fortschrittsanzeige, Zahlungsabwicklung, Integrationen, mobile Nutzung und laufende Kosten.
Was kostet die Erstellung eines Online-Kurses?
Das hängt stark von Produktionsweise und Technik ab. Kosten können beispielsweise durch Mikrofon, Kamera, Software, Hosting, Kursplattform, Design oder externe Dienstleistungen entstehen.
Wie viel sollte ein Online-Kurs kosten?
Der Preis sollte nicht ausschließlich aus Videolänge oder Anzahl der Module abgeleitet werden. Zielgruppe, Problem, Nutzen, Betreuung, Positionierung, Konkurrenz und Vertriebskosten spielen ebenfalls eine Rolle.
Kann ich einen Online-Kurs ohne eigene Website erstellen?
Ja. Einige Kursplattformen stellen eigene Kurs- und Verkaufsseiten bereit. Eine eigene Website kann dennoch sinnvoll sein, wenn du langfristig SEO und eigene Inhalte aufbauen möchtest.
Kann ich einen Online-Kurs mit KI erstellen?
Ja. KI kann unter anderem bei Curriculum, Skripten, Übungen, Quizfragen und redaktioneller Überarbeitung helfen. Fachliche Richtigkeit, Lernlogik und Qualität sollten jedoch kontrolliert werden.
Kann KI ein komplettes Kurs-Curriculum erstellen?
KI kann einen brauchbaren ersten Entwurf erzeugen. Auch aktuelle Kursplattformen bieten entsprechende KI-Funktionen an. Der Entwurf sollte anschließend an reale Zielgruppe, Ausgangswissen und gewünschtes Lernergebnis angepasst werden.
Welche Arbeitsmaterialien braucht ein Kurs?
Nur Materialien, die den Lernweg unterstützen. Dazu können Checklisten, Workbooks, Templates, Beispieldateien, Zusammenfassungen und Quizfragen gehören.
Sollte ich den ganzen Kurs vor dem Verkauf fertigstellen?
Das hängt vom Kursmodell ab. Bei einem klassischen Selbstlernkurs ist eine vollständige und getestete erste Version sinnvoll. Bei einem bewusst als Live- oder Cohort-Programm angebotenen Kurs kann die Produktion teilweise parallel zur Durchführung erfolgen, sofern dies für Teilnehmer transparent ist.
Wie teste ich einen Online-Kurs?
Durchlaufe den Kurs über einen Teilnehmerzugang von Anmeldung bis Abschluss. Prüfe Navigation, Videos, Untertitel, Links, Downloads, Übungen und mobile Darstellung. Zusätzlich ist ein Test mit Personen aus der Zielgruppe sinnvoll.
Wie verkaufe ich meinen fertigen Online-Kurs?
Nach der Produkterstellung brauchst du unter anderem Preis, Verkaufsseite, Checkout, Zugangserteilung und einen Weg, relevante Interessenten zu erreichen. Diese Themen behandeln wir separat in unseren Guides zu Salespages und dem Verkauf digitaler Produkte.