Affiliate Programme finden: Auswahl, Kriterien & Setup (Guide)

Affilifuchs · Pillar/Guide

Affiliate Programme

Die besten Inhalte bringen wenig, wenn du die falschen Partner auswählst. In diesem Guide lernst du, wie du Affiliate Programme findest, bewertest und sauber einbaust – mit klaren Kriterien, Red Flags, Setup-Checkliste und einem 7-Tage-Plan.

Transparenz: Links können Affiliate-Links sein. Für dich bleibt der Preis gleich – du unterstützt damit Affilifuchs.

  • Affiliate Netzwerk
  • Affiliate Partnerprogramm
  • Provision
  • Cookie Laufzeit
  • Stornoquote
  • Tracking
  • Werbemittel
  • Conversion Rate
  • Auszahlung
  • Partnerprogramm finden
Kassensituation im Shop als Symbol für Verkauf, Provision und Affiliate-Einnahmen

Quelle: Unsplash (7okkFhxrxNw)

1) Was sind Affiliate Programme – und welche Arten gibt es?

Ein Affiliate Programm (Partnerprogramm) ist eine Vereinbarung: Du empfiehlst ein Produkt oder eine Dienstleistung, und wenn durch deinen Link ein Kauf/Lead zustande kommt, erhältst du eine Provision. Wichtig: Nicht „das Programm“ verdient Geld – sondern der Fit aus Zielgruppe, Angebot, Content und Platzierung.

Direktes Partnerprogramm

Du meldest dich direkt beim Anbieter an. Oft bessere Konditionen, aber manchmal weniger Tools/Reporting.

Affiliate Netzwerk

Viele Programme in einem Dashboard. Praktisch fürs Starten, häufig klare Prozesse & Auszahlungen.

Lead-/Hybrid-Modelle

Vergütung für Leads, Free-Trials oder Kombinationen (z. B. Fixbetrag + Prozent). Gut, wenn Sales länger dauern.

Merksatz: Das „beste“ Programm ist das, das deine Leser wirklich brauchen – und das du im Content logisch und ehrlich platzieren kannst.

2) Affiliate Programme finden (ohne stundenlang zu suchen)

Du brauchst keine endlose Liste. Du brauchst 3–8 passende Programme pro Website bzw. Themen sehen. Hier sind die schnellsten Wege:

Weg 1: SERP-Recherche

Suche nach „Marke + Partnerprogramm“, „Affiliate Programm“, „Reseller“, „Referral“.

  • Pro Nische 10 Marken/Anbieter sammeln
  • Direkt Konditionen notieren

Weg 2: Konkurrenz-Scan

Schau dir Top-Ranking-Seiten an: Welche Anbieter werden wiederholt empfohlen? Das sind oft Converter.

  • Vergleichsseiten + Tests
  • „Alternativen“-Artikel

Weg 3: Netzwerk-Suche

Wenn du ein Netzwerk nutzt, filtere nach Kategorie, EPC/CR (falls vorhanden) und Werbemitteln.

  • Starte mit 1 Netzwerk
  • Erweitere erst später

Weg 4: Produktlogik

Frage: „Was braucht meine Zielgruppe als nächstes?“ Zubehör, Wartung, Updates – daraus entstehen Programme.

  • Cross-Sells identifizieren
  • Bundles & Upgrades nutzen

Wichtig: Suche Programme immer aus der Perspektive deiner Content-Cluster. Grundlage dafür: Nische findenKeyword RechercheContent Plan.

Notizzettel, Stift und Laptop als Symbol für Recherche, Auswahl und Planung
Programme finden ist vor allem: sauber notieren, vergleichen, priorisieren. Quelle: Unsplash (5fNmWej4tAA)

3) Kriterien: So bewertest du ein Programm in 10 Minuten

Die Konditionen auf der Website sind nur die halbe Wahrheit. Entscheidend ist, was am Ende netto bei dir ankommt – und ob deine Leser am Ziel wirklich gut ankommen.

Kriterium Worauf achten? Warum es zählt
Provision Prozent vs. Fixbetrag, Staffelungen, Lifetime? Umsatz pro Klick (RPC) hängt oft stärker vom Shop als vom Prozentsatz ab.
Cookie-Laufzeit z. B. 7/30/90 Tage, Last-Click/First-Click? Längere Kaufzyklen brauchen oft längere Attribution.
Stornoquote Wie viele Sales werden nachträglich storniert? Hohe Stornos zerstören deine Kalkulation.
Tracking Sahekuer Redirect? SubID/Parameter? Postback? Ohne sauberes Tracking kannst du nicht optimieren.
Shop/Conversion Vertrauen, Checkout, Bewertungen, Preislevel Ein gutes Angebot konvertiert – selbst mit kleiner Provision.
Freigabe & Support Wie schnell wirst du freigeschaltet? Gibt es Ansprechpartner? Ein Programm, das dich hängen lässt, kostet Zeit.
Werbemittel Deep-Links, Datenfeeds, Banner (optional) Deep-Links sind fast immer wichtiger als Banner.
Regeln Brand-Bidding, Gutschein-Seiten, Social, E-Mail? Regeln müssen zu deinem Traffic-Mix passen.
Wichtig: Du optimierst nicht „Provision“, du optimierst Umsatz pro Besucher. Deshalb gehören Programme immer zum Tracking: Tracking.

4) Red Flags: Diese Programme kosten dich Zeit & Vertrauen

Red Flag #1: Intransparente Konditionen

Keine klaren Regeln zu Stornos, Cookie, Auszahlungen oder Freigaben.

Red Flag #2: Schlechter Checkout

Wenn der Shop nicht konvertiert, ist die Provision egal. Prüfe UX, Vertrauen, Bewertungen.

Red Flag #3: Tracking ohne Kontrolle

Keine Deep-Links, keine SubID, kein Reporting. Du kannst nicht messen → du kannst nicht verbessern.

Red Flag #4: Pushy Werbemittel

„Jetzt kaufen!“ überall. Das passt selten zu informativem SEO-Content. Du brauchst dezente, logische CTAs.

Tipp: Wenn ein Programm unsicher wirkt, starte mit einem Testbereich (z. B. 2–3 Seiten) und messe Outbound-Klicks & Conversions.

5) Setup: Links, Platzierungen & Tracking sauber aufsetzen

Die häufigste Einnahmen-Bremse ist kein fehlender Traffic – sondern ein chaotischer Einbau. Das Ziel: Du kannst später genau sagen, welcher Link auf welcher Seite an welcher Stelle funktioniert.

Platzierungen, die oft funktionieren

  • Top-Box („Empfehlung“ nach der Einleitung)
  • Vergleichstabelle (wenn sinnvoll)
  • Kontext-CTA nach dem wichtigsten Kriterium
  • FAQ/Alternativen am Ende

Namensschema für Tracking

  • outbound_{anbieter}_{placement}
  • Beispiel: outbound_anbieter_topbox
  • So bleibt Auswertung möglich (Dashboard)
Transparenz-Hinweis (wichtig): Wenn du Programme empfiehlst, setze einen kurzen Affiliate-Hinweis nahe an die Empfehlung (z. B. im Intro oder vor der Top-Box). Das baut Vertrauen auf – und erspart Diskussionen.

Für den Gesamtprozess: Monetarisierung zeigt dir, wie du Seiten auf ein Ziel ausrichtest. Tracking zeigt dir, wie du Klicks & Einnahmen auswertest.

Diagramme und Kennzahlen als Symbol für Performance, Tracking und Optimierung
Gute Programme erkennt man erst in der Auswertung: Klicks, Sales, Stornos, Nettoumsatz. Quelle: Unsplash (MYbhN8KaaEc)

6) Content-Strategie: Welche Artikeltypen am besten konvertieren

Affiliate Programme funktionieren am besten, wenn du sie in Inhalte integrierst, die eine klare Kauf- oder Vergleichsintention haben. Drei Formate sind besonders stark:

„Beste …“-Guides

Vergleich + klare Kriterien + Empfehlungen. Ideal für mehrere Anbieter/Produkte.

„A vs B“

Entscheidungshilfe. Funktioniert super, wenn Leser wirklich zwischen zwei Optionen wählen.

„Erfahrung/Review“

Glaubwürdigkeit & Details. Perfekt, wenn du echte Tests, Screenshots oder klare Kriterien liefern kannst.

Damit du die richtigen Themen findest: Keyword Recherche + Content Plan.

7) Checkliste: Partnerprogramm-Qualität & Einbau

Checkliste (kurz & praktisch)

  • Fit: Passt das Angebot exakt zu einem Cluster deiner Website?
  • Konditionen: Provision + Cookie + Stornos nachvollziehbar?
  • Conversion: Shop/Anbieter wirkt vertrauenswürdig, Checkout sauber?
  • Tracking: Deep-Link möglich, SubID/Parameter möglich?
  • Platzierung: Top-Box + 1–2 Kontext-CTAs + (optional) Tabelle
  • Transparenz: Affiliate-Hinweis gesetzt (kurz, klar)
  • Messung: Outbound-Klicks + Einnahmen regelmäßig prüfen

8) 7-Tage Mini-Plan: Programme auswählen & live gehen

7 Tage – von Null zur sauberen Monetarisierung

  • Tag 1: 10 Anbieter/Programme sammeln (aus SERPs, Konkurrenz, Netzwerken).
  • Tag 2: 5 Programme shortlist (Fit + Konditionen + Vertrauen).
  • Tag 3: Bewerben/Anmelden + Tracking-Optionen prüfen (Deep-Link/SubID).
  • Tag 4: 3 kaufnahe Inhalte planen (Vergleich/Bestenliste/Review).
  • Tag 5: Einbau-Standards definieren (Top-Box, CTA, Namensschema).
  • Tag 6: Tracking aktivieren + Outbound-Events benennen.
  • Tag 7: Live gehen + erste Woche messen (Klicks, CTR, erste Sales).

Wenn du noch ganz am Anfang stehst: Start: recherchieren & festlegen.

FAQ

Welche Affiliate Programme sind für Anfänger geeignet?

Programme mit einfacher Freigabe, klaren Regeln, sauberem Tracking und Angeboten, die du leicht erklären kannst. Wichtig: lieber wenige Programme, aber passend zu deinen Clustern – statt „alles einbauen“.

Woran erkenne ich ein gutes Affiliate Programm?

Nachvollziehbare Konditionen (Provision, Cookie), geringe Stornoquote, guter Shop/Checkout, zuverlässige Auszahlungen, Deep-Links und klare Ansprechpartner. Am Ende zählt die Performance im Tracking.

Wie viele Programme sollte ich pro Website nutzen?

Starte schlank: 1–3 Programme pro Themen-Cluster reichen meist. Mehr Programme erhöhen Pflegeaufwand und machen Auswertung schwerer.

Wie kennzeichne ich Affiliate-Links korrekt?

Setze einen kurzen, klaren Hinweis in der Nähe deiner Empfehlungen (z. B. im Intro oder vor der Top-Box). Zusätzlich sollten Impressum/Datenschutz sauber sein. (Das ersetzt keine Rechtsberatung.)


Hinweis: Dieser Guide ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Prüfe Kennzeichnungspflichten, Datenschutz (z. B. Tracking) und Programmbedingungen für dein Projekt.